European Open, Dielsdorf (Schweiz), 23.+24.07.2005
23.07.2005
| Jessy | Nationenwertung Germany | G | 20. Platz | kein Parcours | |
|---|---|---|---|---|---|
| Jumping Individual | SG | 127. Platz | kein Parcours | ||
| A-Open Individual | SG | 100. Platz | kein Parcours | ||
| Momo | Nationenwertung Germany | - | 60. Platz | kein Parcours | |
| Jumping Team | DISQ | - | kein Parcours | ||
| Jumping Individual | SG | 127. Platz | kein Parcours | ||
| Gesamt Team Los Agilos | - | 31. Platz | kein Parcours | ||
| A-Open Team | DISQ | - | kein Parcours | ||
| A-Open Individual | DISQ | - | kein Parcours | ||
24.07.2005
Bericht European Open, Dielsdorf (Schweiz), 23.+24.07.2005
Nun war es also soweit. Wir machten uns auf zum European Open nach Dielsdorf (Schweiz).
Wir sind bereits am Donnerstagmorgen in Richtung Schweiz aufgebrochen und haben einen kleinen Abstecher bei unserer Verwandtschaft dort gemacht, so dass wir dann am Freitag Nachmittag gemütlich die paar Kilometer nach Dielsdorf angehen konnten.
In Diesldorf angekommen, gab es keine Anfahrtschilder. Wir sind durch Zufall richtig gefahren und haben so auch direkt an der Reitanlage dann das erste Agility-Schild welches zum Parkplatz führte gesehen. Nunja der Park/Campingplatz war riesig gross, man wurde freundlich eingewiesen und so war nach kurzer Zeit alles aufgebaut.
Nun wollten wir als nächstes das Turniergelände besichtigen. Zum Turniergelände führte vom Parkplatz aus ein kleiner 1 m breiter Pfad von etwa 300 Metern Länge. Am Turniergelände angekommen, erfuhren wir, dass auf dem Aussengelände keine Pavillions/Zelte usw. aufgebaut werden durften, da der Platz eh nicht für alle reicht. Also darf lieber keiner etwas aufbauen. Ausserdem erfuhren wir, dass 2 Läufe in der 20x65m grossen Reithalle auf einem Parcours von 20x30 m ausgetragen wird. Hunde waren zunächst in der Halle keine erlaubt. Da dies aber nicht durchführbar war, wurde dieses Verbot am Samstagmorgen recht schnell wieder aufgehoben. Die anderen beiden Parcours fanden einmal auf Rasen und einmal auf Sand/Fliessgemisch statt.
Ab 17 Uhr sollte am Freitagabend die Meldestelle geöffnet werden. Als es dann um 18 Uhr endlich losging, war bereits eine endlos lange Schlange, so dass wr uns entschieden erst später zu melden. Aber als wir 2 Stunden später wieder zur Meldestelle kamen, sah das ganze nicht viel besser aus. Durch etwas Glück, konnten wir unsere Wartezeit auf gute 20 Minuten beschränken. Manche standen sogar bis zu 2,5 Stunden an. Ich frage mich wie eine Person an der Meldestelle 700 Starter in geplanten 2,5 Stunden abfertigen will.
Nunja, nach erfolgreichem Melden gingen wir wieder zurück zum Campingplatz, wo der Strom (für den man 7,50 Euro an der Meldestelle bezahlte) mittlerweile schon wieder ausgefallen war. Strom war auch an den anderen beiden Tagen Mangelware.
Die Eröffnungsfeier wurde dann mit einer Verzögerung begonnen. Als Starter hat man in der Halle, so gut wie nichts verstanden, wobei die Lautsprecheransagen auf den Tribünen wohl gut zu verstehen waren.
Am Campingplatz waren 2 bzw. ab Samstag dann 3 Dixitoiletten vorhanden, am Turniergelände eine Dixitoilette und 4 weitere Toiletten in der Reithalle, die aber wohl sehr viele übersehen haben. Im ersten Moment bei 700 Startern eigentlich sehr wenig, aber die Wartezeiten vor den Toiletten hielten sich zumindest bei mir in Grenzen.
Für Samstag und Sonntag gab es vorab Zeitpläne, die am Samstag sehr gut eingehalten wurden. Auch am Sonntag klappte bis zum Finale alles recht gut. Der Parcours für den Finallauf war bereits aufgebaut nur leider gab es noch keine Starterliste und die Zeitmessanlage funktionierte auch nicht. Als dies dann endlich klappte, war plötzlich der Strom weg. So begannen die Finalläufe mit fast 2 stündiger Verspätung.
Die Siegerehrung begann dann erst gegen 20.15 Uhr (im Zeitplan noch auf 18.15 angesetzt). Da die Papiere bereits früher rausgegeben wurden, dies klappte übrigens sehr schnell und reibungslos, waren bis zur Siegerehrung schon sehr viele auf dem Heimweg.
Alles in allem war der Veranstalter wohl mit dieser hohen Starterzahl etwas überfordert. Trotzdem wurde meiner Meinung nach von Seiten der Helfer das Bestmögliche daraus gemacht.
Wir haben gerade im Finale super Läufe aus allen Ländern gesehen und schon allein aus diesem Grund war es es wert zu dieser EO zu fahren. Wir freuen uns schon auf Luxenburg im nächsten Jahr, sofern wir daran teilnehmen können.
Die Parcours waren für eine solche Veranstaltung durchaus angemessen und hatten schon alleine durch den kleineren Parcours ihre Schwierigkeiten. Geräteabstände von 4-5 Metern waren keine Seltenheit.
Der Samstag:
Am Samstag fanden die Team-Läufe statt, sowie für die Einzelstarter die auch im Team liefen entweder der A-Open oder Jumping Individual Lauf. Auch dies war ursprünglich so nicht vorgesehen. Die Einzelläufe large fanden in der Halle statt, so dass die Parcours über Nacht stehen blieben und am nächsten Tag die large Team und Einzelstarter nur noch einen Lauf hatten. Wer nur im Einzel gemeldet hatte, absolvierte seine 2 Läufe am Sonntag. Momo lief im Team- und Einzelwettbewerb. Jessy konnte ich leider 4 Wochen vorher nicht mehr als 4. Mannschaftsmitglied einer anderen Mannschaft anmelden, obwohl ich nun mitbekommen habe, dass sogar am Turniertag noch Mannschaften ergänzt/geändert wurden. So durfte Jessy nur im Einzel laufen und ich hatte 3 Läufe am Samstag und 3 am Sonntag. Schön war, dass man an allen Parcours die mitlaufende Uhr sah. Leider gab es (ausser im Finale) keine Lautsprecherdurchsagen und keine Starterlisten, so dass man eigentlich nie wusste welches Team aus welcher Nation gerade lief.
Wir begannem mit dem A-Open large Team-Parcours . Der Parcours war mit allerlei Verleitungen gespickt, auch durch die zum Teil sehr kurzen Hindernissabstände. Meine Teamkollegin, die vor mir lief schaffte einen super schönen fehlerfreien Lauf. Dann waren wir an der Reihe. Der Anfang klappt gut. Kontaktzonen Wand, Wippe Ok. Dann Tunnel, Tunnel und dann auf den Steg. Momo stand qausi schon auf dem Steg, ich bog ab um um den Tunnel zu laufen und Momo folgte mir in den Tunnel. DISQ. Der Rest dann wieder fehlerfrei.
Der Jumping large Team-Parcours
Auch hier waren wieder sehr viele Verleitungen, hauptsächlich Tunnels, die einem zum Verhängnis werden konnte. Meine Teamkollegin lief wieder vor mir und absolvierte wieder einen schönen fehlerfreien Lauf.
Der Anfang klappte gut mit Momo, Slalomeingang Ok. Dann ging es in das entfernte Tunnelloch. Momo war schon auf dem Weg dorthin, zog es aber vor hinter mir in das andere Loch zu gehen. Wieder DISQ. Der Rest wieder fehlerfrei.
Auch wenn ich mit meinen 2 DISQ Läufen nichts dazubeitragen konnte, so belegte unser Team "Los Agilos" mit Laura Ringel und Bora, Manuel Alff mit Silke und Afra und ich mit Momo einen guten 31. Platz.
Video: Steffi und Momo Jumping Team large (leider kein Video vorhanden)
Momo im Team-Jumping
Momo im Team-Jumping">
Danke Flo für die tollen Bilder!!
Wir hatten am Samstag dann noch den A-Open large Individual-Parcours . Es war ein sehr flüssiger Parcours. In der linken Hälfte des Parcours war qausi ein Kreis aus Hindernissen der 4 mal zu druchqueren war und somit auch an dieser Stelle sehr DISQ anfällig. Der Anfang gelang gut, Wand Kontaktzonen gut. Nach dem Reifen scheiterten wir dann in diesem beschrieben Kreis, wie sollte es anders sein am Tunnel. Momo nahm lieber den Tunnel als auf die Wippe zu gehen. Unser drittes DISQ an diesem Tag war somit perfekt. Und ich war froh nicht noch einen Lauf zu haben.
Momo im A-Lauf Individual
Momo im A-Lauf Individual">
Danke Flo für die tollen Bilder!!
Nach den letzen Läufen sind wir dann am Samstagnachmittag zu dem nicht weit entfernten Katzensee gefahren und haben die Hunde eine Runde schwimmen lassen.
Bilder vom Katzensee und alle Bilder des European Open.
Der Sonntag:
Am Sonntag fanden dann die restlichen Einzelläufe statt und anschliessend das Finale.
Zunächst der Jumping large Individual-Parcours . Mit Jessy war ich ziemlich am Anfang dran. Gleich zu Beginn fiel die 2 Hürde, der weitere Verlauf dann gut, Slalomeingang mit Tunnelverleitung klappte super. In der Kombination fiel dann die Hürde 14 B und anschliessend nahm Jessy noch einen Ziegel an der Mauer mit. Am Ende waren wir mit 3 Fehlern in der Jumping-Wertung auf Platz 216. Dann war Momo an der Reihe. Ich hatte mir schon genau überlegt an welchem Tunnel ich diesemal scheitern werden und sogar Wetten abgeschlossen :-)) Leider habe ich nicht gewonnen, denn diesesmal scheiterten wir am Sacktunnel, bzw. nach dem Sacktunnel am Reifen. Wir hatten bis dahin einen fehlerfreien Lauf, doch dann kam Momo so schräg aus dem Sacktunnel, dass sie am Reifen vorbeirannte und bei der Korrektur noch einmal untendurch schlüpfte. Der Rest dann fehlerfrei, wobei Momo diesesmal sogar an den Tunneleingängen zögerte und ich nochmal ein extra Kommando geben musste. Mit 2 Verweigerungen waren wir dann auf Platz 206. In der Kombiwertung der deutschen Teams bedeutete dies Rang 60.
Zum Abschluss dann noch der A-Lauf von Jessy. Das wir uns nicht für das Finale qualifizieren stand hier definitv schon fest. Im A-Open large Individual-Parcours gelang mir mit Jessy ein schöner fehlerfreier Lauf mit schönen Kontaktzonen bis zum Tunnel 15. Dann bin ich ihr zu früh weggerannt, so dass die Hürde 16 fiel und anschliessenden habe ich sie noch falsch in den Slalom geführt. Mit 1 Verweigerung und einem Fehler waren wir dann auf Platz 100. In der Kombiwertung der deutschen Teams bedeutete dies aber immer noch Rang 20.
Trotz einiger organisatorischer Mängel war es ein schönes, wenn auch nicht wirklich erfolgreiches Wochenende bei dem wir trotzdem viel Spass hatten und vorallem super Teams und tolle Läufe gesehen habe.
Mehr Ergebnisse und Berichte bei Klaus Grauhering unter www.agility-granting-pleasure.de
Weiterer Bericht und Ergebnisse für Small und Medium findet ihr bei Anton Bissinger unter www.agility-carlos.de